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14. Okt. 2013
Widerspruch gegen die Heiligenhauser Trasse

Der KStA berichtete am 5./6. Oktober über ein Schreiben des Landtagsabgeordneten Rainer Deppe, in dem darauf aufmerksam gemacht wurde , dass die seit Jahrzehnten in Rede stehende Ortsumgehung Overath für den Bundesverkehrswegeplan 2015 zwar als vordringlicher Bedarf gemeldet worden sei – allerdings nicht nur als Tunnel, sondern auch als oberirdische Variante.

Dieser Vorgehensweise ist irritierend und rücksichtslos, weil die Overather Bürger sich schon mehrfach gegen diese Lösung ausgesprochen haben, und weil es auch einen entsprechenden Ratsbeschluss gibt.

Schon im Jahre 2000 haben wir dem damaligen Bundesverkehrsminister Klimmt vor Ort die Sachlage erklären können, den Tunnel als einzig mögliche Lösung in der engen Tallage Overaths dargestellt und eine Resolution mit 3000 Unterschriften überreicht.

Und jetzt haben die Fachbereiche im Verkehrsministerium die Heiligenhauser Trasse wieder entdeckt und als billige Variante direkt mitgemeldet.
Es ist doch zu erwarten, dass die nächste Entscheidungsebene– in Zeiten knapper Kassen – sich für die billigere Lösung entscheidet und Overath die Heiligenhauser Trasse „aufs Auge drückt“.

Diesem Vorgehen hat der „Arbeitskreis Tunnel für Overath“ mit einem Brief an den Verkehrsminister Groschek widersprochen, der hier im Detail gelesen werden kann.


Oktober 2011
In der Tunnelfrage stimmt in Overath die Richtung nicht….!
Eine Kritik des Heimat- und Bürgervereins Overath

Ende Sep. 2011 wurde bekannt, dass die Landesregierung den Overather Tunnel an das Ende ihrer Prioritätenliste geschoben habe. Der Tunnel gilt jetzt als „nachrangig“ und die Planung wurde eingestellt.
In der Overather Politik schien man dazu merklich erleichtert und verlautbarte unisono, man habe damit gerechnet. So einfach und billig wollen unsere Kommunalpolitiker vom Haken kommen. Dabei gibt es einen Ratsbeschluss von 1990 pro Tunnel, gilt der jetzt nicht mehr und wird per Abstimmung aufgehoben?
Und wieso kann in Düsseldorf ein Vorhaben, das bisher von einer Landesbehörde als vorrangig bewertet wurde – sozusagen über Nacht - einfach als nachrangig eingestuft werden?

Der frustrierte Beobachter stellt fest, dass er es hier mit einer lavierenden Politik zu tun hat, die ihr Geschwätz von gestern heute nicht mehr interessiert. Nur zu willig haben alle unseren kommunalen Vertreter sich der sog. Kraft des Faktischen ergeben – und ihre Verantwortung auch sogleich dort abgegeben. Tenor: Wir können ja schließlich nichts machen, weil kein Geld vorhanden ist.

Na, klar, das wissen wir auch, dass ohne Moos nix los ist. Aber die Gesinnung, die Prinzipien, die eigenen langfristigen Ziele einfach über Bord zu werfen, ohne an die nach uns kommende Generation zu denken, sie sang- und klanglos kampflos aufzugeben, das ist schmählich.
Da erwartet der Bürger doch mehr Rückgrat, mehr Verlässlichkeit von seinen politischen Vertretern - aber sie waren alle zu schlapp in den Knien.

Wo war denn der Aufschrei der Grünen, die sich doch sonst immer so ökologisch geben und für nachhaltige Lösungen einsetzen? Jede Gelbbauchunke wird doch sonst auf die andere Straßenseite getragen –wie steht es denn mit dem Schutz des Menschen in Overath?
Wo war die ehrwürdige alte SPD, die ja jetzt auch in Düsseldorf regiert, die doch gute Verbindungen hat? Sie ist in Overath wohl in der Opposition zermürbt worden und ist jetzt nur noch alt.
Was hat unser sonst durchweg geschätzter Landtagsabgeordneter Deppe in Düsseldorf getan? Er scheint sofort in Deckung gegangen zu sein – und ist dabei selbst ein Mitglied des Arbeitskreises Tunnel für Overath.
Und Bürgermeister Heider, der im letzten Jahr und auch jetzt noch mit dem Haushaltsplan und um sein politisches Ansehen kämpft, ist der in den Niederungen des täglichen Klein-Klein untergegangen?
Seiner CDU hat es ja in der vergangenen Dekade mehrfach am Durchhaltewillen gefehlt – die Politiker oder Ratsherren Wolf, Miebach und Pütz haben durch entsprechende kontraproduktive Interviews und Mitteilungen in der Presse auf sich aufmerksam gemacht und mussten dann wieder in die Parteidisziplin genommen werden.
Und die FDP ? Von dieser Auxiliartruppe der CDU darf man da auch nicht mehr erwarten.

Erleichtert lehnen sich alle zurück, zufrieden eine lästige politische Zukunftsfrage los zu sein -sie haben es ja immer schon gewusst – und haben dabei eine entscheidende Forderung für die Zukunft dieser Stadt einfach ausgeblendet. Sie haben die Logik ausgeschaltet und nicht mehr daran gedacht, dass die langfristigen Ziele einer Stadtplanung nicht einfach hinfällig werden, weil kein Geld vorhanden ist.

Als Entschuldigung kann man anführen, dass der Rückhalt in der Overather Bevölkerung auch nicht ausreichend war. Auch da hat es diese neunmalklugen Besserwisser gegeben, die sich hinter dem Geldargument versteckt haben, die sich lieber als intelligente Bedenkenträger geriert und die Sache von vornherein verloren gegeben haben, wo langfristig gedacht werden sollte.

Ein Nachteil ist auch Overaths Zersplitterung in Kirchdörfer. Die Sülztaler z.B.tangiert das Verkehrsproblem im Zentrum nicht, sogar die Heiligenhauser wurden erst mobil, als sie selbst betroffen waren, eine Trasse durch ihre Vorgärten geplant werden sollte. Nun ja, so sind die Menschen.
Und vom Ferrenberg kam Ablehnung wegen etwaiger Lüftungsschächte in den Gärten.
Bleiben die Geschäftsleute und Anwohner in der Hauptstraße. Die einen gehen nach wie vor von der irrigen Annahme aus, dass mehr Verkehr mehr Umsatz bedeute, die anderen scheinen resigniert zu haben

So eiert Overath nun weiter, und die Politik hält dem Bürger zur Versöhnung ein Zückerchen hin – den Kreisverkehr. Halleluja, alle freuen sich, denn das bringt ja auch mal der Stadt eine neue Ansicht. Ob der Kreisverkehr mit seiner „intelligenten“ Ampelschaltung an der Probsteistraße wirklich funktioniert bleibt abzuwarten.
Eines darf man jedoch mit guter Wahrscheinlichkeit vorhersagen: das Problem der NOx-Immission wird durch den Kreisverkehr nicht beseitigt werden – vielleicht gibt es eine Verbesserung in der ersten Stelle nach dem Komma. Konsequenz: Overath wird die Forderungen des Luftreinhalteplanes nicht erfüllen und dann zu einer Umweltzone werden.
Noch eines ist sicher: es wird mehr Autos geben, nicht weniger, trotz des demographischen Wandels, denn es wird mehr Zweit- und Drittwagen geben und viel, viel mehr LKW - hier hat der Redakteur Kunze vom KStA nicht recht, er sollte sich einmal belastbare Zahlen vom ADAC geben lassen. Auch können die Autos nicht mehr kleiner werden ohne unzulässige Abstriche an der Sicherheit zu machen. Und wenn durch Funkvernetzung die Frequenz auf der Straße erhöht wird, dann entsteht wieder eine höhere Verkehrsdichte.
Ob dann die Ampel an der Probsteistraße noch „intelligent“ genug ist? Herr Kunze war da wohl etwas zu technologiegläubig.

Das eigentliche Problem Overaths ist seine Tallage. Schon seit alters her waren die Täler Verkehrsadern, wenn sie trocken genug waren, und Overath ist und bleibt ein Straßendorf und wird den Durchgangsverkehr mit 22.000 Verkehrsbewegungen pro Tag nicht los werden – es sei denn, der Verkehr würde, bis auf den Ziel-und Quellverkehr, von der Hauptstraße weg verlagert.

Was bleibt nun unter dem Strich? Die Zerstörung eines schönen Stückes Overather Landschaft durch die Heiligenhauser Trasse konnte verhindert werden, das ist ein wichtiger Erfolg. Aber die prinzipienlose Aufgabe eines langfristigen Ziels der Stadtplanung durch die Overather Politik, das war ein Trauerspiel.

Der Redakteur der BLZ Brockmeier schrieb, in Overath trauere keiner wegen der Tunnelentscheidung – er irrt – in Overath wird wegen dieser Sache wohl getrauert.
Und der KStA betitelte das Begräbnis des Overather Tunnels mit „Die Richtung stimmt“. Dabei hat der Redakteur in seinem Kommentar den Defätismus der Overather Politik kritiklos weitergereicht. Aber auch er irrt - die Richtung stimmt nämlich nicht, wenn man die Zukunft berücksichtigt.
Die Zukunft verlangt eine stadtplanerische Zielvorstellung, auch wenn die derzeit nicht realisierbar ist.

Und deshalb wird der Arbeitskreis Tunnel für Overath noch NICHT aufgelöst.


9.8.2008
Aktionstag der Bürgerintiative Heiligenhaus
Kontra Heiligenhauser Trasse - pro Tunnel

Eine Bürgerinitiative aus Heiligenhaus veranstaltet am 17. August 2008 einen Aktionstag unter dem Motto „Kontra Heiligenhauser Trasse-pro Tunnel für Overath“.
Zu diesem Thema hat es bereits zwei Aktionen mit Bürgerbeteiligung gegeben: im Juni 2005 wurde vom „Arbeitskreis Tunnel für Overath“ eine Begehung der Trasse durchgeführt und im Februar 2008 demonstrierte die Heiligenhauser Bürgerinitiative vor dem Overather Rathaus. Dieses ist nun bereits die dritte Veranstaltung, mit der Overather Bürger gegen die Heiligenhauser Trasse demonstrieren.

Um deutlich vor Augen zu führen, welchen Eingriff in Natur und Umwelt diese Trasse mit sich bringt, wird sie auf den Wiesen im Bereich der Alte Kölner Straße zwischen Burgholz und Linde mit Markierungen abgesteckt.
Dort findet ab 14:00 Uhr auch die Veranstaltung statt, bei der örtliche Politiker in Gesprächen und Diskussionen Stellung zum Thema Ortsumgehung nehmen.
Der AKTO (Arbeitskreis Tunnel für Overath) unterstützt diese Aktion und wird mit einem Informationsstand teilnehmen.

Für Getränke und Musik ist gesorgt, Kinder können Schilder bemalen und an die Markierungspfosten der Trasse hängen.

Kommen Sie - bilden Sie sich Ihre Meinung und nehmen Sie aktiv an einer kommunal-politischen Entscheidung teil.
Es geht darum, Overath als eine l(i)ebenswerte Stadt für unsere Kinder zu erhalten.

Arbeitskreis Tunnel für Overath


27.3.2008
Einzelmeinung des Ratsherrn Puetz??"

Von einem Mitglied des Overather Stadtrates kam vor einigen Tagen eine merkwürdige Meldung, die auch flugs eine breite Verbreitung in der Presse fand - das ist doch sehr erstaunlich.

Wir fragen uns, warum längst ausdiskutierte Sachverhalte wieder hervorgeholt werden und warum ein solcher Vorschlag diese ungewohnt breite Aufmachung erhält. Wir fragen: Wer hat daran ein Interesse?

Dieser Vorschlag ist überhaupt nicht neu und auch nicht originell, er datiert aus den frühen 1960er Jahren. Aber schon seit ca. 20 Jahren hält der Landesbetrieb Straßenbau daran fest, dass es im Zentralort Overath weder konfliktfreie noch konfliktarme Planungsräume gibt. Das ist die eherne Planungsrichtlinie für Overath, und zwar aus ökologischen Gründen – wer die Ortslage von Overath kennt, der kann das leicht nachvollziehen.

Und jetzt kommt aus dem Overather Stadtrat eine aus unserer Sicht unausgegorene Einzelmeinung, die auch noch breit aufgemacht wird.
Natürlich steht es jedem Ratsmitglied frei, Stellung zu beziehen und seine Meinung zu sagen. Merkwürdig ist aber, dass gleichzeitig ausdrückt wird, diese Variante sei wohl nicht mehrheitsfähig. Warum nicht vorher denken?

Wie auch immer: der Heimat- und Bürgerverein e.V. und der AKTO sprechen sich vehement gegen diese Variante aus, gegen Eingriffe in das FFH-Gebiet Agger, gegen drei Brücken über den Fluss, durch Flutgebiet und Schwemmland. Dieses Gebiet ist ein ausgewiesenes Überflutungsgebiet, also eine Fläche, auf der Eingriffe nicht zugelassen werden.
Darüberhinaus wird mit dieser Variante nicht nur ein schönes Stück Overather Ortsrandlage mit Spazierwegen, Wald- und Flusslandschaft zerstört, sondern auch Abgase und Lärm würden das Wohngebiet Auel heimsuchen - und das Wichtigste: das Overather Verkehrsproblem des zu hohen Durchgangsverkehrs würde mit dieser Version auch nicht gelöst.

Dieser Vorschlag ist abzulehnen.

Für die Stadt Overath geht es darum, eine Lösung zu finden, die insgesamt das Optimum darstellt - und das ist der lange Tunnel – aus folgenden Gründen:
-es wird die größtmögliche Entlastung vom Durchgangsverkehr erzielt
-der Verbrauch an ökologisch wertvoller Fläche ist relativ gering
-es sind verhältnismäßig wenig Anlieger betroffen
-der Bau kann ohne nennenswerte Beeinträchtigung des Ortes und der Menschen durchgeführt werden

Einziger Nachteil: durch die höheren Kosten wird der Kosten-Nutzen-Quotient als Bewertungsmaßstab ungünstiger, d.h. die Ortsumgehung Overath wird in der Prioritätenliste (Bundesverkehrswegeplan) nachrangig angesiedelt – das bedeutet länger warten zu müssen – aber das ist immer noch besser, als den ökologischen Wahnsinn zu befürworten, die Stelzenstraße an der Agger oder die Heiligenhauser Trasse.

Was hat Ratsherr Pütz mit seinem unausgegorenen Vorschlag erreicht? Nichts, außer Verunsicherung – aber wir haben ja wenigsten darüber gesprochen.

Ratsherr Pütz hätte besser geschwiegen.


28.2.2008
Demonstration gegen Heiligenhauser Trasse

Heute (28.2.2008) fand vor dem Overather Rathaus eine Bürgerdemonstration gegen die Heiligenhauser Trasse und für den langen Overather Tunnel statt.
Die Demonstration war von einer Initiative Heiligenhauser Bürger organisiert worden. Bürgermeister Heider sprach zu den etwa 200 Versammelten und betonte, dass dieses Bürgerengagement dem Rat und der Verwaltung den Rücken stärke - man sei schließlich einer Meinung in der Ablehnung einer ökologisch untragbaren Lösung, zumal diese das Overather Verkehrsproblem nicht löse. Eine nachhaltige Lösung sei einzig und allein der lange Tunnel, der eine langfristige Investition in die Zukunft der Stadt Overath darstelle.
Die anwesende Presse und Radio Berg werden dafür sorgen, dass dieses Ereignis auch beim LBSB in Gummersbach gehört wird.
Wenn Sie sich eingehend informieren möchten, können Sie sich folgende ppt-Präsentationen ansehen:
1. Rückblick und Hintergrund
2. Die Heiligenhauser Trasse
3. Ziele und Verantwortung
4. Die Fotomontagen der Talbrücken bei Kombach und Linde/Wiedenhof.


Okt 2007
Nachtrag zur Ortsumgehung

Nach der Vorstellung der Varianten durch den LBSB am 20.9.2007 haben sich die Gemüter derzeit zwar etwas beruhigt, aber die Ausarbeitung des Variantenvergleichs durch den LBSB geht zwischenzeitlich weiter (…jetzt ja schon seit etwa 6 Jahren). Eine Einflussnahme der Overather ist vorläufig nicht möglich. Die kommt erst dann, wenn der Variantenvergleich Anfang des nächsten Jahres öffentlich gemacht wird.

Und was wir dann zu erwarten haben, daran hat der LBSB keinen Zweifel gelassen – der LBSB will die Heiligenhauser Trasse. Das hat der Leiter des LBSB Gummersbach, Herr Uwe Dewes, deutlich ausgesprochen: Es geht bei der Ortsumgehung nicht darum, ob die Overather in ihrem engen Ortskern besser einkaufen können (KStA am 21.9.07).

Danke für die klare Ansage – wir haben schon immer vermutet, dass wir in die Mühlen der Bundes-Verkehrspolitik geraten würden. Aber dass Bund und Land sich so klar über die Interessen der Bürger hinwegzusetzen versuchen, das ist neu und steht im Widerspruch zum demokratischen Verständnis und zu vielen Absichtserklärungen aus Bund und Land.

Es sei daran erinnert, dass der Landesverkehrsminister Wittke Anfang 2007 erklärte, "...im Straßenbau gehe es neben dem Substanzerhalt vorrangig um Lückenschließung und den Bau von Ortsumgehungen, um die Menschen in den Siedlungen zu schonen." (KStA am 11.1.2007). Na, bitte, ist doch ein Wort!
Oder doch nur heiße Luft? LVM Wittke ist jedenfalls dem LBSB vorgesetzt und weisungsbefugt – wer hat ihn wohl gezwungen wortbrüchig zu werden?

Vielleicht sollten einige Politiker aus Kreis, Land und Bund Herrn Wittke einmal an seine Worte erinnern.



4.9.2007
Ortsumgehung vom Tisch ???

Verschiedentlich ist die Befürchtung laut geworden, dass die Ortsumgehung Overath aus dem Bundes-Verkehrs-Wegeplan „herausfalle“, wenn die vorgeschlagene Heiligenhauser Trasse abgelehnt werde. So wurde tatsächlich berichtet - und dabei handelt es sich um eine geschickt und unterschwellig gestreute Äußerung aus dem Landesbetrieb Straßenbau (LBSB), die man auch als kaum verhohlene Drohung verstehen kann.

Soll etwa den Overathern Angst gemacht werden, weil sie sich „unbotmäßig“ zeigen?

Wir fragen einmal nach der Logik dieser Äußerung.
Wir sind der Meinung, dass eine geplante Maßnahme, die als „vordringlicher Bedarf“ eingestuft wurde, nicht ihre Dringlichkeit verlieren kann, wenn ein untauglicher Lösungsvorschlag abgelehnt wird.
Wenn also derzeit das Geld für eine vernünftige und nachhaltige Lösung nicht reicht, dann warten wir besser noch einige Jahre, bis genügend Geld für eine nachhaltige Lösung zur Verfügung steht.
Aber die Dringlichkeit des Verkehrsproblems bleibt weiter gegeben –und deshalb werden wir den LBSB nicht aus seiner Verantwortung entlassen.

Übrigens: Die Einstufung als „dringlicher Bedarf“ wurde vom LBSB vorgenommen und durch den Bundestag abgesegnet.


29.8.2007
Overather Tunnelprojekt vor dem Aus ???
Kommentar zur Meldung der BLZ vom 29.8.2007

Der Landesbetrieb Straßenbau will die ortsferne Umgehung bei Heiligenhaus durchsetzen – das ist in dem Artikel der BLZ vom 29.8.2007 nun deutlich ausgesprochen worden. Dabei scheint der Landesbetrieb Straßenbau (LBSB) nur nach seiner eigenen Logik vorzugehen, vorbei am gesunden Menschenverstand und am Willen der Overather Bevölkerung.

Dazu wurde denn auch viel Behördenschweiß vergossen und eine Menge Steuergelder ausgegeben. Seit etwa 2000 wird nämlich schon an einem Variantenvergleich gearbeitet und die Stadt Overath ist von Jahr zu Jahr immer wieder vertröstet worden.
Dass das Geld knapp war, wussten alle Betroffenen von Anfang an, doch der LBSB hatte im Sep. 2002 das Kosten-Nutzen-Verhältnis mit dem respektablen Quotienten 6,75 ausgewiesen. Das gab Hoffnung, und der Overather Tunnel erhielt denn auch vom Verkehrsausschuss des Regionalrates die Priorität 9 von insgesamt 48 Vorhaben. Doch der LBSB wollte das Vorhaben mit Gewalt verbilligen und ersann folgende List:
Der sogenannte Findungsraum für die Raumempfindlichkeitsstudie wurde im Sep.2004 willkürlich und gegen den Widerstand anderer Behörden bis nach Heiligenhaus erweitert. Dadurch hatte man sich selbst genehmigt, eine Trasse in ein Gebiet zu legen, das vorher stets als „Konfliktraum“ betrachtet und nicht angetastet worden war. So einfach geht das, wenn eine Behörde etwas will.
Trotz heftigen Widerstandes seitens der Stadtverwaltung, des Stadtrates, des Naturschutzbundes Rhein-Berg, des Arbeitskreises Tunnel für Overath, des Heimat- und Bürgervereins Overath und der Interessengemeinschaft Heiligenhaus plante der LBSB munter weiter, um jetzt nach sechs Jahren einen für uns untauglichen Vorschlag zu machen. Lange genug ist ja an diesem Vorschlag herumgerechnet worden, bis das herauskam, was herauskommen sollte - und dafür wurden auch untentwegt Steuergelder ausgegeben.

Warum ist die Heiligenhauser Trasse als Vorschlag untauglich? Weil Overath als „grüne“ Stadt an der Peripherie von Köln liegt, mit dem großen Vorzug einer Citybahn-Anbindung. Overath passt also genau in das Konzept des milden Tourismus der Naturarena Bergisches Land. Und das wollen wir uns nicht durch eine Ortsumgehung kaputtmachen lassen, die sowohl das Kombachtal als auch das Katzbachtal mit 50 m hohen Talbrücken überspannt und ein zusammenhängendes Stück Landschaft zerteilt.
Darüberhinaus wird die Heiligenhauser Trasse sowieso nicht die Overather Verkehrsprobleme lösen, denn der Anteil des Verkehrs zwischen den Autobahnen A3 und A4 beträgt lediglich 14% (-siehe dazu eine Tabelle für das gegenwärtige Verkehrsaufkommen)
Ein solches Vorhaben würde Overath für die nächsten Generationen in seiner Entwicklung behindern – ein nicht wieder gut zu machender Fehler.

Das Verkehrsproblem in Overath ist der Durchgangsverkehr mit einem Anteil von 55% - und der muss aus der Hauptstraße heraus. Dann würde das von simuPLAN schon 2000 formulierte Ziel von etwa 10.000 Kfz/Tag erreicht werden, dann könnten die Overather ihre Stadt zurückbekommen, und auch das Geschäftsleben würde wieder aufblühen.

Es sei daran erinnert, dass der Landesverkehrsminister Wittke Anfang 2007 erklärte, „…im Straßenbau gehe es neben dem Substanzerhalt vorrangig um Lückenschließung und den Bau von Ortsumgehungen, um die Menschen in den Siedlungen zu schonen.“ (KStA am 11.1.2007). Na, bitte, ist doch ein Wort!
Oder doch nur heiße Luft? LVM Wittke ist jedenfalls dem LBSB vorgesetzt und weisungsbefugt. Vielleicht sollten einige Politiker aus Kreis, Land und Bund uns beispringen und Herrn Wittke einmal an seine Worte erinnern.

Bleibt noch die Frage zu erörtern, warum der LBSB so sehr auf der Heiligenhauser Trasse besteht. Da ist sicher die prekäre Finanzlage des Bundes ein Grund, aber es drängt sich die Vermutung auf, dass strategisch und langfristig denkende Planer in Berlin und Düsseldorf jetzt wiederum eine Chance für den vor 25 Jahren verhinderten „Ostfriesenspieß“ sehen – die Heilgenhauser Trasse könnte ein Teilstück werden.
Was die Finanzierung des Tunnels anbelangt, so müssen u.E. noch andere Finanzierungsmöglichkeiten geprüft werden, z.B die Mischfinanzierung von Bund, Land und Kommune evtl. auch kombiniert mit privater Finanzierung.
Es geht nicht darum aufwendig nachzuweisen, dass etwas nicht geht, sondern gemeinsam daran zu arbeiten, dass es geht.
Diese Philosophie sollte der LBSB sich zu eigen machen. Bevor also andere Finanzierungskonzepte nicht eingehend geprüft worden sind, sollte der LBSB garnicht erst die ortsferne Umgehung (Heiligenhaus) als einzige Möglichkeit vorschlagen.

Wir Overather werden jedenfalls der Heiligenhauser Trasse nicht zustimmen, und auch dem erwarteten Erpressungsversuch widerstehen, wenn uns damit gedroht werden sollte, „dass wir dann nichts bekommen werden.“
Auch die Drohung, der Luftreinhalteplan müsse erfüllt werden, ist nur ein schwaches und kurzatmiges Argument, weil innerhalb einer absehbaren Zeit der zunehmende Verkehr und die rigideren Grenzwerte uns einholen werden.

Wir bestehen auf einer nachhaltigen Lösung, einer Lösung, die für die nächsten Generationen gut ist – auch wenn die teurer ist als die Heiligenhauser Trasse. Dieses Geld wird dann wenigstens in die Zukunft einer Stadt und ihrer Menschen investiert – das muss uns die Zukunft wert sein.

Wir Overather wissen, dass man sich heute verantwortungsvoll zeigen muss – für morgen.


Dez. 2007
Heiligenhauser Trasse ist zu teuer

Die Heiligenhauser Trasse soll € 30 Mio kosten und zieht etwa 3000 Fahrzeuge/Tag aus der Hauptstraße ab.
Es müssen also € 10.000 pro "vermiedenes Fahrzeug" aufgewendet werden.

Der lange Tunnel ist mit € 60 Mio veranschlagt worden und zieht etwa 11.000 Fahrzeuge aus der Hauptstraße ab.
Die notwendige spezifische Investition beträgt also nur € 5.500 pro "vermiedenes Fahrzeug".

Die Heiligenhauser Trasse ist also auch eine schlechte Investition...wir bekommen nämlich nicht genug für unsere Steuergelder.
Schon mal darüber nachgedacht???

Zu Ihrer Information: eine Tabelle der täglichen Verkehrsbelastung in Overath können Sie hier einsehen.


Nov. 2007
Verschandelung eines Wandergebietes

Kennen Sie das Kombachtal bei Overath? Dort ist ein Naturschutzgebiet geplant. Das Kombachtal ist ein stilles Tal, das - südlich vom Ort gelegen - vom Gut Kombach aus in nordwestlicher Richtung und dann nach Heiligenhaus verläuft.
Sind Sie in diesem Tal schon einmal gewandert? Vielleicht von Kombach bis Heiligenhaus? Das ist ein wunderbarer Spaziergang durch fast unberührte Natur, entlang eines Baches, dann durch Mischwald.
Wenn der Landesbetrieb Straßenbau seinen Plan durchsetzt und die Heiligenhauser Trasse als "Ortsumgehung" baut, dann könnte das Kombachtal in absehbarer Zeit so aussehen, wie auf der Fotomontage gezeigt - verschandelt mit einer etwa 30m hohen Talbrücke, über die der Verkehr zwischen A3 und A4 fährt.
Dieser abkürzende Verkehr beträgt aber nur 14% des Gesamtverkehrs in der Overather Hauptstraße.
Die Heiligenhauser Trasse kostet 30 mio EUR und sie verschandelt die Landschaft, aber sie löst das Overather Verkehrsproblem nicht - das ist ein Skandal.


Bild:



...und jetzt noch gleich ein Phantombild von der...



Talbrücke Katzbachtal

So könnte sie aussehen, die Talbrücke, die von Heiligenhaus an Wiedenhof vorbei durch das Katzbachtal bis nach Weberhöhe und dann nach Kotten führt, wo ein Autobahnkreuz an der A4 errichtet werden soll.
Auch auch hier führt diese Trasse durch ein geplantes Naturschutzgebiet, aber das interessiert die Verkehrsstrategen in NRW und im Bund offensichtlich nicht.

Die Bilder zeigen jeweils den Blick auf Linde oder auf Wiedenhof. Es wurde eine Version gewählt, die die Olper Straße überspannt, weil wir eine höhengleiche Kreuzung (wie sie vom LBSB vorgeschlagen wurde) aus Gründen der Sicherheit für nicht akzeptabel halten.

Über diese Trasse soll der abkürzende und entlastende Verkehr von der A3 (Lohmar) zur A4 (Overath) geführt werden. Leider beträgt dieser Verkehrsanteil nur 14% des Gesamtverkehrs in der Overather Hauptstraße - das Overather Verkehrsproblem wird hierdurch also nicht gelöst.
Warum also sollen dann 30 mio Euro für diese Trasse verpulvert werden ??

Wir verlangen eine langfristig tragfähige Lösung, eine Lösung für die nächsten Generationen. 60 mio Euro für den langen Tunnel, das ist eine sinnvolle Investition, 30 mio Euro für die Heiligenhauser Trasse ist schlecht angelegtes Geld - Schilda lässt grüßen.

Bild:

Bild:




Jun 2007
Aktuelle Besetzung des AKTO:

-von der SPD : Ruth Rocholl
-von der CDU : Oliver Hahn
-von der FDP : Hermann Küsgen
-von den Grünen : Monika Reddemann
-Bürger für Overath : Achim Knauf
-Einkaufen in Overath : Wolfgang Michels
-Heimat-und Bürgerverein : Reinhold Wilmes + Eberhardt Dommer
-OV.plus: Wolfgang Römer
-Stadtverwaltung Overath : Bürgermeister Heider (vorläufig)



Mai 2007
NOx –Messung beweist: Overath braucht Tunnel

KStA und BLZ berichteten kürzlich über die Hiobsbotschaft, welche Overath von der Bezirksregierung erreicht hatte: Messungen hatten ergeben, dass die NOx-Werte in Overath 2006 mit 51 mygr/cbm zu hoch waren - nur 48 mygr/cbm waren für 2006 zulässig.
2005 war mit 45 mygr/cbm noch alles im „grünen Bereich“, aber die vorgeschriebenen Höchstwerte für NOx nehmen jährlich und stufenweise ab - bis auf 40 mygr/cbm im Jahre 2010.

Bürgermeister Heider hat nun spontan den Verkehr als die Ursache für die zu hohen NOx-Werte ausgemacht – sehr zu recht. Warum er aber im Zusammenhang mit den NOx-Werten allein auf den LKWs herumprügelt, das bleibt sein Geheimnis, denn die Verkehrszahlen verlangen eine andere Deutung. Der Anteil des LKW-Verkehrs beträgt nämlich nur 6% vom Gesamtverkehr und ist somit sehr gering im Vergleich zu den mit 94% beteiligten PKWs.
Diese erheblich größere Menge Fahrzeuge stößt selbstverständlich auch eine erheblich größere Menge von NOx aus.

Die großen LKWs sind natürlich erschreckend große Ungetüme, die auch zähflüssigen Verkehr oder Staus verursachen - diese aus dem Ort herauszuhalten ist selbstverständich gut. Aber der Zusammenhang zwischen LKWs und zu hohen NOx-Werten ist eine unzulässige Vereinfachung des Bürgermeisters, der Handlungsstärke demonstrieren und die Polizei vor Ort bringen will.

Aber wie kann dem Ort wirklich und nachhaltig geholfen werden? Man muss dort ansetzen, wo es wirkungsvoll ist - beim größten Verursacher des NOx-Problems.
Die effektive Lösung kann deshalb nur sein, den Durchgangsverkehr (54%) um den Ort herum zu leiten, und nur den Quell-und Zielverkehr (46%) im Ort zu belassen – das bringt etwas.

Und deshalb braucht Overath einen Tunnel.

Wenn Sie alle für Overath relevanten Messdaten in einer Zusammenfassuung sehen möchten, klicken Sie bitte hier


März 2007
Die optimale Lösung gibt es doch
Eine Replik auf den Artikel des KStA

Mit der wuchtigen Überschrift „Die optimale Lösung gibt´s nicht“ erschreckte der KStA am 28.2.2007 die Overather Bürger, den Arbeitskreis Tunnel und den Heimat- und Bürgerverein Overath und informierte über den Variantenvergleich des Aachener Ingenieurbüros IVV zur Overather Ortsumgehung.

Dabei haben die Aachener Ingenieure in ihrer Studie tatsächlich das genaue Gegenteil herausgearbeitet:
Es gibt sehr wohl die optimale Lösung aus verschiedenen Trassenvarianten, nämlich als bestes ereichbares und mögliches Resultat im Sinne eines Kompromisses - und das ist der Tunnel.
Hier haben die Redakteure offensichtlich „ideal“ mit „optimal“ verwechselt – nun, man hat schon größeren Kummer erlebt.
Schade ist aber trotzdem, dass sie mit dieser Überschrift den für Overath wesentlichen Teil der Analyse nicht deutlich gemacht haben – schließlich war es eine gute Nachricht.

Der Heimat- und Bürgerverein Overath macht hiermit auf die Sachlage aufmerksam und feiert gleichzeitig dieses Ereignis als einen Etappensieg im Ringen um die "optimale Lösung".

Befremdlich erscheint im Artikel die Argumentation, dass das zu erwartende Verkehrsaufkommen den Tunnel an den Rand seiner Leistungsfähigkeit bringe. Hoppla, warum das? Hat man etwa von Anfang an einen zu kleinen Tunnel im Auge? Finanznöte? Salopp gesagt, ist das ja so, als ob jemand einen dunklen Anzug für eine Beerdigung braucht und dann, weil das Geld nicht reicht, eine kurze Hose und Fliege kauft.
Hier scheinen die wackeren Schildbürger zu grüßen, und es wird deutlich, dass eine behördliche Finanz-Vorgabe der Technik den Griffel geführt hat.
Trotz Allem bewerten die Aachener Ingenieure den Einröhren-Tunnel immer noch als die optimale Lösung im Vergleich mit den anderen Varianten.
Danke nach Aachen.

Über die anderen Varianten, wie z. B. die Ortsumgehung durch den Auel in Tunnellage unterhalb des Bahnhofs und ihre Untervarianten, soll hier noch garnicht eingegangen werden, weil dazu noch keine Information vorliegt.
Überhaupt werden noch weitere Gutachten erarbeitet, welche die Ortsumgehungsvarianten bezgl. Landschafts-, Lärm- und Immissionsschutz bewerten werden. Darüberhinaus wird nochmals ein Kosten-Nutzen-Verhältnis ermittelt – schon zum wiederholten Male.
Dann geht es natürlich erst richtig ans Eingemachte, aber eines ist sicher: wir werden uns nicht wegen Geldmangels mit einer nachteiligen Lösung für Overath zufriedengeben.

Man wird also in diesem Jahre noch des Öfteren von der Overather Ortsumgehung hören, zumindest hoffen wir jetzt, dass die zuständige Behörde diese Steißgeburt endlich vollzieht.


Aug 2006
Schadstoffimmissionen in Overath

Seit 1998 werden in der Overather Hauptsstraße Immissionsmessungen durchgeführt, unterstützt durch Verkehrszählungen und Berechnungen:

1997-1998 Immissionsmessungen (RWTÜV)
Sep. 2000 Verkehrszählung (BSV)
Dez. 2000 Berechnung zum Effekt einer möglichen Sperrung für den Schwerlastverkehr (simuPLAN)
März 2002 Sperrung der Hauptsstraße für den Schwerlastverkehr – außer mit Sondergenehmigung
Aug 2002-Feb 2003 Immissionsmessungen (RWTÜV)

Nachdem im März 2002 die Overather Hauptsstraße für den Schwerlastverkehr (mehr als 7,5 ton) gesperrt worden war, konnte der RWTÜV mit seiner zweiten Messung (2002-2003) eine Reduzierung von Ruß und Feinstaub feststellen, sehr wahrscheinlich als Effekt dieser Sperrung. Allerdings lagen die Messwerte noch weit über den zulässigen Grenzwerten.

Nun wurden weitere Messungen durch das Landesumweltamt (LUA) durchgeführt:

Aug 2002-Jan 2004 Immissionsmessungen (LUA/IUTA)
Jan 2005-Dez 2005 Immissionsmessungen (LUA/LUBW)

Nach diesen Messungen zeigt sich nun die Wendung zum Guten, die Rußwerte sinken um fast die Hälfte und die Werte für Feinstaub sinken um etwa ein Drittel gegenüber der zweiten Messung vom TÜV – ein Umwelt-Wunder in Overath ?

Bei genauem Hinsehen zeigt sich, dass für diese Verbesserung unterschiedliche Randbedingungen bei den Messungen verantwortlich sind:

Der Messzeitraum des RWTÜV betrug nur ein halbes Jahr - wie vom Umweltamt des Kreises Bergisch Gladbach bestellt worden war - und lag überwiegend in der Herbst- und Winterzeit. Ausschlaggebend dürfte aber sein, dass ein anderer Standort für die Messstation gewählt wurde.
Der RWTÜV hatte die Messungen an der Ampel Ecke Propsteistraße durchgeführt, um die größte örtliche Immissionsbelastung festzustellen (nach der 23. BimSchV), demgegenüber das LUA neben der Bäckerei Hoederath an dem kleinen Antoniusbrunnen-Platz, nach den Vorgaben für straßennahe Messungen (1. Tochterrichtlinie EG der 22. BimSchV).

Man sieht also - kleine Ursache große Wirkung.
Aber gut für Overath, uns wird amtlich bestätigt, dass wir kein Feinstaubproblem haben – allerdings muss die Sperrung für den Schwerlastverkehr beibehalten werden. Die zuständige Bezirksregierung in Köln und die örtliche Polizei sollten von der Stadtverwaltung Overath darauf aufmerksam gemacht werden – insbesondere sollte die Polizei wieder stärker kontrollieren.
Die Messungen zeigen weiter, dass NOx ab 2008 zum Problem werden wird, weil dann der Grenzwert überschritten wird – aber dann lassen wir vorher nochmals messen.


20.6.2006

Derzeitig wird der Landschaftsplan Süd / Overath bei der Unteren Landschaftsbehörde der Kreisverwaltung überarbeitet. Der Heimat- und Bürgerverein spricht sich für den Naturschutz weiterer wertvoller Gebiete aus, die auf / an der Trasse der Variante Ortsumgehung bei Heiligenhaus liegen.
Unsere Eingabe an den Landrat kann hier eingesehen werden.



22.März 2006
Tunnel und sonst nichts

Spät kommt er, doch er kommt.
Der Artikel der BLZ vom 22.3.2006 berichtet jetzt auch über die gemeinsame Stellungnahme der Overather Ratsfraktionen zum Tunnelbau (- im Wortlaut weiter unten nachzulesen). In dieser Stellungnahme bekennen sich die Ratsfraktionen zur Tunnellösung und gegen die Heiligenhauser Trasse.
Dieser Artikel war nicht nur überfällig, sondern auch notwendig, denn er korrigiert den Eindruck, die Overather CDU gäbe der Tunnellösung keine Chance mehr. Dieser Eindruck war durch die BLZ nach der unbedachten und unglücklichen Äußerung des Vorsitzenden der Overather CDU-Fraktion, Peter Miebach, im Januar 2006 vermittelt worden.
Im Sinne einer fairen Berichterstattung wird das Gesamtbild jetzt relativiert – gut gemacht, BLZ.



März 2006
Stellungnahme der Overather Parteien zur Ortsumgehung

Mit ihrem Artikel „Eine Umgehung im Dornröschenschlaf“ hatte die Bergische Landeszeitung im Januar 2006 in Overath für Unverständnis gesorgt. Mit diesem Artikel war in zugespitzter Form der Eindruck erweckt worden, man glaube nicht mehr an das Projekt Tunnel - insbesondere die Overather CDU habe sich von diesem Vorhaben verabschiedet.

Nun hat der Artikel allerdings bewirkt, dass eine fraktionsübergreifende „Gemeinsame Stellungnahme aller im Rat vertretenen Parteien zur Ortsumgehung Overath“ verfasst wurde. Diese Stellungnahme wurde dem Redakteur K.Tenzer bereits Mitte Februar zugestellt - mit der Bitte um Veröffentlichung. Mit dieser Erklärung hätte der Redakteur seinen vorherigen Artikel ergänzen und objektivieren können. Leider hat er dafür bis heute keine Veranlassung gesehen – er meint wohl, dass ein ergänzender, erläuternder Bericht für die Leser nicht interessant genug sei.

Wir sind der Meinung, dass objektive Berichterstattung anders aussehen muss und veröffentlichen deshalb die Stellungnahme der Fraktionsvorsitzenden im Wortlaut:

„Wir, die nachstehenden Unterzeichner, halten nach wie vor am bestehenden Ratsbeschluss zur Ortsumgehung durch eine Tunnellösung fest und lehnen sowohl die bahnparallele Trasse als auch die Trasse durch Heiligenhaus ab.
Die zur Zeit im Raum stehende Umgehung über Heiligenhaus kann unsere Verkehrsprobleme in der Hauptstraße nicht lösen. Die großflächige Zerstörung von Naturräumen wird von uns nicht hingenommen. Gegenüber der angedachten Einfahrt zur Umgehung Heiligenhaus plant und entwickelt die Stadt Overath zur Zeit ein großflächiges Naherholungsgebiet im Rahmen der Regionale 2010. Dieses Angebot von Natur an der Peripherie von Köln ist das Pfund, mit dem Overath wuchern muss.
Nur durch die Tunnellösung wird es gelingen, das Verkehrsaufkommen im Ortskern zu reduzieren und damit die Innenstadt für Einzelhändler und Kunden attraktiver zu gestalten.“

Overath, im Februar 2006

Peter Miebach, CDU-Fraktionsvorsitzender
Hermann Küsgen, FDP-Fraktionsvorsitzender
Eric Jens Rennebreg, Fraktionssprecher Bündnis 90 / Die Grünen
Ruth Rocholl, SPD-Fraktionsvorsitzende


Feb 2006
Alle ziehen wieder an einem Strang

Am 17.1.2006 war in der BLZ der Artikel „Eine Umgehung im Dornröschenschlaf“ zum Thema Verkehrsproblem in Overath erschienen, der bei den politisch Interessierten in Overath Unverständnis ausgelöst hatte. Der Artikel stellte nämlich in verkürzter und zugespitzter Form die Meinungen von einigen Befragten dar, woraus der Eindruck entstand, man glaube nicht mehr an das Projekt Tunnel - insbesondere die Overather CDU habe sich von diesem Vorhaben verabschiedet.
Nun hat der Artikel jedoch bewirkt, dass die Reihen fester geschlossen wurden. Nicht nur hat sich die CDU mit ihrem Fraktionsvorsitzenden für die Tunnellösung ausgesprochen, es gibt darüber hinaus eine die Fraktionen übergreifende Stellungnahme für den Ratsbeschluss von 1990 – für die große Tunnellösung.
Diese Stellungnahme wurde am 14.2.2006 der BLZ zugeleitet und wir warten gespannt darauf, welcher Artikel daraus wohl entsteht.


Jan 2006
Tunnel für Overath

Vor kurzem war ein Artikel in der BLZ zum Thema Verkehrsproblem / Tunnel für Overath erschienen, der nach einer Befragung durch den Redakteur der BLZ entstanden war und Stellungnahmen Overather Bürger wiedergab.
Leider wurde auch die Meinung vertreten, das Tunnelprojekt werde an der finanziellen Situation scheitern – und ausgerechnet das war die Meinung des CDU-Fraktionschefs.

Diese Äußerung hat im Heimat-und Bürgerverein Overath und auch im AKTO (Arbeitskreis Tunnel für Overath) Befremden ausgelöst, weil erstmals von offizieller Seite der CDU dem Vorhaben der Ortsumgehung (als Tunnel) öffentlich keine Chance gegeben wurde.

Nun ist diese Äußerung in der Zwischenzeit zwar heftig dementiert worden, aber eine öffentliche fraktionsübergreifende Stellungnahme steht noch aus.
Offensichtlich war die überparteiliche Vereinbarung in der Overather Politik, dass nämlich alle an einem Strang ziehen wollen, noch nicht in ausreichendem Maße in die CDU eingedrungen - sonst wäre so etwas nicht passiert. Schließlich gibt es einen Ratsbeschluss von 1990 zum Tunnel .

Derartige Äußerungen sind aber auch im Zusammenhang mit einer allgemeinen bedenkenträgerischen Miesmacherei zu sehen, die sich breit macht, weil sich ein kurzfristiger Erfolg für das Overather Tunnelprojekt nicht eingestellt hat.

Pessimismus dieser Art ist uns zur Genüge bekannt: das sei zu teuer, das erlebe man nicht mehr, und "das kriegt ihr doch nie" - solche Killerphrasen wurden von Anfang an von selbsternannten Machern und Realisten benutzt, die von sich behaupten, sie wüssten „wo es lang geht“.

Leider kann man mit diesen Leuten eine derartige Unternehmung nicht angehen, denen geht zu schnell die Puste aus – und vermutlich würden diese Leute auch eher einem für Overath schlechten Kompromiss zustimmen, als beharrlich an der einzig richtigen Lösung festzuhalten.

Dabei ist doch allgemein bekannt, dass es in Overath keine „konfliktfreien und auch kein konfliktarmen Räume“ zum Bau einer Umgehung gibt – das hat doch der Landesbetrieb Straßenbau selber ausgearbeitet – und darum ist ein Tunnel die einzig vernünftige Lösung.
Nun wissen die Verfechter der Tunnellösung auch, dass in Zeiten knapper Kassen eine schnelle Lösung nicht in Sicht ist - aber deshalb wird die für richtig erkannte Lösung nicht aufgegeben.
Wenn jetzt kein Geld zur Verfügung steht, dann vielleicht in 10 Jahren - hier gilt es, an einem dicken Brett mit großer Beharrlichkeit zu bohren.

Es ist auch völlig unerheblich, ob man den Bau des Tunnels noch erlebt, wichtig ist nur, dass die Weichen für die Zukunft der Stadt Overath richtig gestellt werden.

Heimat - und Bürgerverein und AKTO werden jedenfalls nach wie vor am gefassten Ratsbeschluss festhalten und lehnen die Heiligenhauser Trasse ebenso ab, wie die bahnparallele Trasse. Die Gründe sind hinlänglich bekannt:
Die Zerteilung des Ortes durch eine Schnellstraße kann ebensowenig hingenommen werden, wie die großflächige Zerstörung von Natur durch die Heiligenhauser Trasse, die darüber hinaus die Verkehrsprobleme in der Hauptstraße sowieso nicht behebt.

Wir Overather sollten erkennen, dass der Landesbetrieb Straßenbau beharrlich den Plan einer Entlastungsautobahn durch das Rechtsrheinische bis zum Ruhrgebiet verfolgt, deren erstes Teilstück die Heiligenhauser Trasse werden könnte. Dieses Spiel läuft darauf hinaus, dass der LBSB uns dieses Jahr noch die Heiligenhauser Trasse als Vorzugsvariante präsentieren wird - mit der Maßgabe: "Das kriegt ihr, oder nichts".

Wir in Overath werden uns dann einigen müssen, ob wir diesen Bescheid nach Gutsherrenart dann hinnehmen wollen, oder ob wir nicht doch besser an einer späteren aber für Overath nachhaltigen Lösung festhalten wollen.

Die Overather Parteien aber sollten vor der nächsten Diskussionsrunde erklären, ob sie zum Ratsbeschluss stehen oder nicht – und zwar jetzt.

Wenn Sie mehr zu diesem Thema lesen wollen, besuchen Sie uns bitte auf unserer Internetseite www.hbv-overath.de.


April 2005

Auf dem Overather Frühling (10.4.2005) verteilte der AKTO folgendes Flugblatt:





März 2005
Kommentar des AKTO
Ortsumgehung als Trasse am Heiligenhauser Hang
Schreiben vom 7.3.2005 an die BLZ (Redakteur Wagner)

Die Trasse am Heiligenhauser Hang ist ein aus der Finanznot des Bundes geborener Vorschlag. Dieser Vorschlag zieht nicht nur tiefgreifende Veränderungen im Landschaftsbild nach sich, sondern er ist auch ökologisch nicht vertretbar. Darüberhinaus werden die Overather Verkehrsprobleme nur zu einem kleinen Teil gelöst. Aus diesen Gründen ist der Vorschlag zu verwerfen.
Da es in Overath weder konfiktfreie noch konfliktarme Räume zur Erstellung einer oberirdischen Trasse gibt, bleibt als einzige vernünftige Lösung nur die Tunnellösung.
Diese Zusammenhänge sind auch den Vertretern von OV.Plus bekannt und es gibt da nach unserer Kenntnis keine divergierenden Meinungen. Wenn OV.Plus davon spricht, dass der Ort attraktiver gemacht werden müsse, dann ist das ein gemeinames Ziel zusammen mit Heimat- und Bürgerverein Overath und AKTO: es ist notwendig, den Verkehr weitgehend aus der Stadt herauszuhalten - das ist das wichtigste Ziel, damit sich urbanes Leben wieder einstellt und die Stadt wieder den Bürgern gehört.

Natürlich haben Sie recht damit, dass auch andere Meinungen zugelassen werden müssen - wie sinnvoll derartige Meinungen sind, das steht dahin und wird in der Diskussion sichtbar werden. Im Moment jedenfalls müssen wir Overather es hinnehmen, dass der Landesbetrieb Strassenbau eine derartige Variante ins Spiel gebracht hat und diese mit der Tunnellösung vergleicht.

Ihr Aufmacher "Tunnel nicht um jeden Preis" ist u.E. unglücklich, weil er suggeriert, dass Overath auch an einer Fehlleistung interessiert sein könnte und er verunsichert die Leserschaft, weil der Artikel wie eine offiziöse Stellungnahme daherkommt.
Dabei ist der Tunnel doch nur um etwa 30 mio EUR teurer als die Hangtrasse - sollen wir uns etwa wegen dieser vergleichsweise lächerlichen Summe eine ökologische und ästhetische Katastrophe betonieren lassen, die noch nicht einmal unsere Verkehrsprobleme löst ?
Wir fordern eine nachhaltige Lösung - wir wollen, dass langfristig gedacht wird, wir wollen keine Fehlleistung für unsere Stadt, denn wir tragen die Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder und Enkel.

In diesem Sinne - es gibt einen Ratsbeschluss pro Tunnel vom 25.4.1990 und es ist falsch, wenn wir uns im jetzigen Stadium des Genehmigungsverfahrens "auseinander dividieren" lassen.



Jun 2005
Begehung der Heiligenhauser Trasse
Ortsumgehung Overath

Bild: Am Sonntag, dem 12.6.2005, fand eine Begehung der sog. „Heiligenhauser Trasse“ statt. Der Rheinisch-Bergische Naturschutzbund, der Heimat- und Bürgerverein Overath und der Arbeitskreis Tunnel für Overath (AKTO) hatten dazu aufgerufen, die vom Landesbetrieb Straßenbau ins Spiel gebrachte Variante einer Umgehungsstraße für Overath zu begehen.

Unter Führung von Herrn Mark vom Hofe (RBN) und Herrn Hubert Sumser (RBN) wurde das Kombachtal erwandert bis oberhalb Halfenbüchel und dann bis nach Linde und anschließend an Wiedenhof vorbei bis zur Autobahn bei Kotten.

Bild:

Etwa 80 Teilnehmer erlebten vor Ort, welche Eingriffe in die Natur diese Umgehungsstraße verursachen würde:
-die Überspannung des Kombachtales mit einer etwa 30 Meter hohen Brücke
-die Zerteilung der Landschaft durch Einschnitte und Aufschüttungen in das Gelände, z.B. quer durch die Pferdekoppeln bei Halfenbüchel
-die Einschneidung des Berghanges bei Linde, um eine höhengleiche Kreuzung mit der B55 zu schaffen
-die Errichtung einer etwa 25 Meter hohen Brücke zur Überspannung des Tales bis zur Weberhöhe
-weitere Einschneidungen in das Gelände westlich von Kotten, um die Zufahrt zur Autobahn zu schaffen
-die Errichtung einer weiteren Autobahnbrücke zur Herstellung des zweihüftigen Anschlusses

Dass eine derartige Straße eine erhebliche Beeinträchtigung der Natur und des ortsnahen Erholungsraumes nach sich ziehen würde, wurde von Herrn vom Hofe (RBN) und Herrn Sumser (RBN) eindringlich dargestellt. Insbesondere stellt die Störung der Quellgebiete oberhalb aller Siefen am Heiligenhauser Berghang einen schwerwiegenden Eingriff in die Natur dar. Darüberhinaus wird landwirtschaftliche Fläche verbraucht, für die Ausgleichsmaßnahmen geschaffen werden müssten.
Bild:
Herr vom Hofe erläuterte auch, dass in NRW alle Wasserquellen gesetzlich geschützte Objekte sind, dass also die Umgehungsstraße nicht durch die Quellfächer oberhalb der Siefen verlaufen darf.
Darüberhinaus plant der RBN, dass Kombachtal als zusammenhängendes Naturschutzgebiet auszuweisen.

Aber natürlich ist auch der Mensch betroffen, und dass die Anrainer unter Lärm und Emissionen leiden würden, konnte man sehr eindrücklich während der Rast bei Herrn Vierling in Linde erleben. Dort verläuft die geplante Umgehungsstraße nämlich nur etwa 150 Meter östlich der Häuser und hier stellten sich die Teilnehmer zu einer Menschenkette auf, die bis zum Wald reichte.

Der Heimat- und Bürgerverein Overath verteilte Informationsmaterial und machte deutlich, dass über die ökologischen Aspekte hinaus
- die Overather Verkehrsprobleme so nicht gelöst werden, denn diese Trasse ist nur für die Autobahnabkürzer zwischen A3 (Lohmar) und A4 (Overath) interessant - das ist aber nur ein Viertel des Durchgangsverkehrs in der Overather Hauptstraße, und dass deshalb
- die Overather Innenstadt von dieser unsinnigen Lösung nicht profitieren wird
Darüberhinaus ist die Einsparung von 20 Mio Euro gegenüber dem Tunnel lächerlich gering ist ( - bedenken Sie, dass allein die Planungen des Umzuges des Bundesnachrichtendienstes von Pullach nach Berlin Euro 250 Mio kosten !!!)
Der Heimat- und Bürgerverein lehnt diese Variante schärfstens ab und verlangt eine umweltfreundliche und nachhaltige Lösung.
Bild:
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurde die Ortschaft Wiedenhof besucht, wo sich eine große Anzahl der Anwohner versammelt hatten und gegen die geplante Umgehungsstraße protestierten. Letzte Haltepunkte dieser Begehung waren Kotten und die Autobahnbrücke, wo die Einschnitte in das Gelände durch die Höhe der Brücke vermittelt werden konnten.

Anschließend wurden die Teilnehmer von Herrn Kuhl mit seinem Memphis-Oldtimer-Bus zurück nach Overath gebracht.

Mehrfach wurde während der Veranstaltung die Frage gestellt, was „man selber“ denn tun könne.
Unsere Antwort ist:
Machen Sie mit - unterstützen Sie uns - werden Sie Mitglied im Heimat- und Bürgerverein Overath oder im Rheinisch-Bergischen Naturschutzbund.
Das Beitrittsformular für den Heimat- und Bürgerverein Overath können Sie sich HIER ausdrucken lassen.
Nur mit vereinten Kräften werden wir das Ziel ereichen.
Informieren Sie sich - diskutieren Sie mit - auch auf unserer Internetseite.


Juli 2004
Ortsumgehung Overath in der Politik

Am 21. Juni 2004 wurde die Ortsumgehung in der Nachbarstadt Lohmar eingeweiht. In Anwesenheit von Verkehrsminister Horstmann und Vertretern des Bundesministeriums für Verkehr und des Landesbetriebs Straßenbau wurde die „einschenklige“ Autobahnauffahrt (- die nur in / aus Richtung Frankfurt zu benutzen ist) der Öffentlichkeit übergeben.
Damit ging ein fast 30jähriges Warten für die Lohmarer zuende, zuletzt mit Ungeduld erwartet, dennn täglich rollten 24.000 Fahrzeuge durch die Stadt.

Auf dieser Veranstaltung zeigten auch Reinhold Wilmes (1. Vorsitzender) und Eckehard Zielhofer (2. Vorsitzender) vom Heimat- und Bürgerverein Overath Flagge. Sie demonstrierten mit der Aussage „Jetzt Lohmar - wann Overath ?“ , dass die Verkehrssituation in Overath unbefriedigend ist, weil Overath, nach Wahlscheid und Lohmar, als Engpass auf der Aggertalroute verbleibt.
Besonders jetzt, nach der Fertigstellung der OU Lohmar, befürchten die Overather wieder mehr Durchgangsverkehr. Deshalb übergab Reinhold Wilmes ein Schreiben an den Verkehrsminister, in dem er an die Overather Verkehrsprobleme erinnerte und den Bau einer Ortsumgehung forderte. Obwohl von Sicherheitskräften abgeschirmt, konnte Reinhold Wilmes mit dem Minister sprechen. Dieser zeigte Verständnis für das Overather Verlangen, er war über die Sachlage informiert und versprach die Beantwortung des übergebenen Schreibens.
So weit, so gut - und unverbindlich.

Die versprochene Antwort kam - unerwartet und erfreulich zügig - von einer Unterabteilung des Verkehrsministeriums in Bonn und arbeitete die uns hinlänglich bekannte Sachlage auf:
-Die B484 dient als Ausweichroute für die Umfahrung des Kölner Ringes
-Die Ortsumgehung Overath ist im Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans ausgewiesen
-Es gibt im Bereich der Stadt Overath keinen „konfliktfreien Korridor“ zur Erstellung der Ortsumgehung
-Der Landesbetrieb Straßenbau arbeitet zur Zeit am Linienbestimmungsverfahren
- Der Landesbetrieb Straßenbau untersucht alle „sinnvollen“ Varianten

Wir sagen dazu:

Mit dem Brief wird der Eindruck erweckt, als arbeite man zügig und innerhalb eines Zeitplans - zur Erinnerung: der Landesbetrieb Straßenbau arbeitet schon seit 1979 an der Linienbestimmung - immer wieder und immer wieder wurden die gleichen Varianten durch den Behördenwolf gedreht - sehen Sie sich hierzu auch die Chronologie der Ereignisse an - sehr erhellend.
Dabei hatte sich der Overather Stadtrat schon 1990 auf eine Tunnellösung festgelegt. Das war eine weitsichtige Entscheidung, die der simplen Logik folgt, dass es in Overath keinen konfliktfreien Korridor gibt.
1998 wurde vom damaligen Rheinische Straßenbauamt neben dem Tunnel auch eine bahnparallele Trasse vorgeschlagen, die prompt von der Bevölkerung verworfen wurde, weil sie den Ort zertrennt hätte.
Zwischenzeitlich ist ein neuer Bundesverkehrswegeplan erstellt worden, und es wird wieder geprüft, erarbeitet und gerechnet, Planungsbüros erhalten ihre Aufträge und der Behördenschweiss fließt reichlich und stetig.

Dabei hat sich an der Sachlage überhaupt nichts geändert, sie hat sich nur durch die OU Lohmar verschärft - und einen konfliktfreien Raum gibt es in Overath natürlich nach wie vor nicht.
Geändert hat sich nur, dass das damalige Rheinische Straßenbauamt jetzt eine Landesbehörde geworden ist und - mit teilweise neuem Führungspersonal ausgestattet - denselben Teig erneut durchknetet.
Das Mautdesaster verschärft darüberhinaus die Finanzlage.

Bild:


Die Not muss groß sein, wenn jetzt das Verfahren mit unsinnigen Varianten befrachtet wird.
Warum werden nicht die Erkenntnisse aus langjähriger Tätigkeit der eigenen Behörde umgesetzt? Der Bürger akzeptiert, dass in einem Ausscheidungsverfahren Alternativen untersucht werden - aber so unsinnige wie
- die bahnparallele Trasse in teilweiser Tieflage (also teilweise unter dem Bahnhofsgelände)
oder
- eine „ortsferne“ Umgehung am Heiligenhauser Berghang
können wir nicht akzeptieren.

Wir meinen:

1. Wenn es keine sinnvollen Alternativen zur Tunnellösung gibt, sollte das ehrlicherweise in die Überlegungen einbezogen werden - statt hinter einer Vorschrift in Deckung zu gehen und weiterhin Behördenkapazität und damit Steuergelder zu verschwenden.

2. Wenn die Aggertalroute als Ausweichstrecke angesehen wird, dann soll sie auch entsprechend ausgestattet werden, dann muss eine solide und langfristig tragbare Lösung her - zur Zeit ist diese Route leider nur ein planerischer Schildbürgerstreich, weil Overath als Engpass verbleibt und die Verkehrsprobleme durch die Heiligenhauser Trasse nicht gelöst werden.





März 2000
AKTO gegründet

Der ArbeitsKreis Tunnel für Overath wurde auf Anregung des Heimat- und Bürgervereins im März 2000 ins Leben gerufen.

Kurz zuvor waren die durch den TÜV Essen gemessenen Schadstoffwerte in der Overather Hauptstraße mit einem Artikel des KStA veröffentlicht worden und erzeugten eine spürbare Beunruhigung in der Bevölkerung des Zentralortes Overath.
Die offensichtliche Lösung des Problems Schadstoffbelastung ist die Führung des Verkehrs über eine Ortsumgehung - dieser Gedanke ist nicht neu, wird darüber in Overath doch schon seit ca. 30 Jahren gesprochen.
Zwischenzeitlich haben sich allerdings die allgemeine Verkehrsdichte und das Gütertransportvolumen per LKW erhöht, und das Aggertal ist als Abkürzungsstrecke zwischen den Autobahnen A3 und A4 entdeckt worden.

Um das Projekt Tunnel für Overath voranzutreiben, wurde deshalb der AKTO als überparteiliches Gremium gebildet, um gemeinsam den Willen der Overather Bürger gegenüber der Politik (in Bezirk, Land und Bund) und den betroffenen Verwaltungsinstanzen zu vertreten.
Das Motto des AKTO ist: „Alle ziehen an einem Strang.“

Der AKTO besteht aus den folgenden Teilnehmern:

-von der SPD : Ruth Rocholl
-von der CDU : Oliver Hahn
-von der FDP : Hermann Küsgen
-von den Grünen : E.J. Renneberg
-IG Overather Auel : Achim Knauf
-Einkaufen in Overath : Wolfgang Michels
-Heimat-und Bürgerverein : Reinhold Wilmes + Eberhardt Dommer
-OV.plus: Wolfgang Römer
-Stadtverwaltung Overath : Helmut Stupp

Wenn Sie mehr zum Thema Verkehrsproblem in Overath wissen möchten, können Sie hier klicken und sich eine detaillierte Information ansehen oder herunterladen.

Wenn Sie weitere Informationen wünschen, sollten Sie auch die Seite "Projekte/Verkehrsproblem" in der Navigation aufrufen.

© E. Dommer

 

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