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August 2014

Kutschenfest in Overath



Die Veranstaltung des Heimat-und Bürgervereins
war ein großer Erfolg


Bei dieser Veranstaltung auf dem Steinhofplatz wurden ca. 20 historische Kutschen ausgestellt, und das mit den dazugehörenden Pferden. 6 Warmblut- und Kaltblutgespanne waren dabei und fuhren die Overather in Kutschen durch die Hauptstraße- und das auch zum sog. "Friedenspreis" von Euro 1,50.


Da war natürlich der Andrang groß, auch als der Hufschmied ein Pferd "ringsherum" neu beschlug. Wann sieht man so etwas schon einmal?


Nach den einleitenden Worten des Vorsitzenden Reinhold Wilmes eröffnete Bürgermeister Weigt die Veranstaltung mit einem Peitschenknall. Dann begannen die Kutschfahrten und auch die historische Ausstellung im Bürgerhaus wurde geöffnet.

Neben Bildern vom alten Overath wurde die Projektarbeit des Vereins während seiner 130jährigen Existenz gezeigt, eine Bilderschau zur Eisenbahn im Aggertal, ein historisches Panoptikum Overaths und eine Nonstop-Diaschau.
Natürlich ließ der Verein auch sein politisches Engagement erkennen, u.A. zur Tunnelfrage, zur Kreiselbebauung, zu Ginsterfeld etc., aber das stand an diesem Tag nicht im Vordergerund.
Begleitend wurden zur historischen Ausstellung Modelle von Dampfmaschinen und Kutschen gezeigt, die Herr Müller aus Odenthal angefertigt hatte. Dort fanden sich Interessierte ein, holten sich Rat und führten Fachgespräche.


Die von den Vereinsfrauen gebackenen Kuchen fanden reißenden Absatz, und das Bürgerhaus verwandelte sich in ein Kaffeehaus mit historischer Kulisse.
Derweil wurden auf dem Steinhofplatz Würstchen vom Grillwagen der Gammersbacher Mühle angeboten - und natürlich gab es Kölsch vom Steinhofwirt.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten Angela Merkel und Sigmar Gabriel als Pneuphoniker-Duo. Dieser originelle Musikautomat gestattete es dem Besucher eine Musik nach seinem Gusto zu wählen.

Am Nachmittag fand im Bürgerhaus noch ein Podiumsgespräch mit Fachleuten über den Erhalt der Burgruine Bernsau statt. Als Gast konnten wir Herrn Hans-Walter Bernsau als Vertreter der weitläufigen Familie Bernsau begrüßen.
Ziel dieses Gespräches war es, ein Handlungskonzept der kleinen Schritte vorzubereiten und die Burgruine in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken.
Leider geriet dieses Gespräch doch zu einer "Ratssitzung", in der man sich heftig über nicht vorhandenes Geld verbreitete, statt konstruktiv über das Konzept der kleinen Schritte zu sprechen.
Schließlich wurde befunden, dass am Anfang eine Schadensaufnahme und -kartierung stehen müsse.

Da das Wetter bis zum Abend schön war, konnten die Kutschen bis nach 17.00 Uhr fahren- dann ging das Fest zu Ende.

Der Heimat-Bürgerverein wertet diese Veranstaltung, in die sehr viel Arbeit gesteckt wurde, als insgesamt gelungen und erntete viel Anerkennung von anwesenden Gästen.

Aber sehen Sie selbst...  Galerie



Aug. 2014
Kutschenfest in Overath
Eine Veranstaltung des Heimat-und Bürgervereins
zum 950-jährigen Stadtjubiläum
am 24.8.2014

Ausstellung historischer Pferdekutschen auf dem Steinhofplatz und Geschichtliche Ausstellung im Bürgerhaus


Den 950-jährigen Geburtstag unserer Stadt will der Heimat- und Bürgerverein würdig begehen und hat deshalb eine aufwendige Veranstaltung geplant.
Bei diesem Fest auf dem Steinhofplatz werden ca. 20 historische Kutschen ausgestellt. Aber was ist eine Kutschenausstellung ohne die dazugehörenden Pferde? Und so werden auch 6 Warmblut- und Kaltblutgespanne dabei sein.

Es wird ein Kutschenkorso stattfinden und für Jung und Alt wird es Kutschfahrten durch Overath geben. Ein Hufschmied aus Australien wird seine Künste auf dem Steinhofplatz zeigen und möglicherweise ein Pferd beschlagen.

Für die musikalische Unterhaltung sorgen Angela Merkel und Sigmar Gabriel als Pneuphoniker-Duo. Dieser originelle Musikautomat gestattet es dem Besucher durch seine Wahl die Musik zu bestimmen, die diese beiden Politiker machen sollen - das ist nur in Overath möglich, leider nicht in Berlin.

Im Bürgerhaus werden Bilder vom „alten Overath“ und Projekttafeln zur 130-jährigen Vereinsarbeit des HBV ausgestellt, auch die Ausstellung „100 Jahre Eisenbahn Overath-Köln-Kalk“ wird wegen des großen Interesses nochmals gezeigt. Um das Programm abzurunden, kann auch eine Dia -Schau bei Kaffee und Kuchen betrachtet werden.


Weiterhin wird eine Podiumsdiskussion mit Fachleuten über den Erhalt der Burgruine Bernsau stattfinden, an der auch Bürgermeister Weigt und Vertreter von Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Kultur teilnehmen werden. Als Gast begrüßen wir Herrn Hans-Walter Bernsau als Vertreter der weitläufigen Familie Bernsau.
Ziel dieses Gespräches ist es, ein Handlungskonzept vorzubereiten und die Burgruine in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken.

Interessant ist auch die Ausstellung von historischen Modellkutschen und Dampfmaschinen des Modellbauers Müller aus Odenthal. Diese Ausstellung wird ebenfalls im Bürgerhaus präsentiert.

Während des gesamten Festes werden auf dem Steinhofplatz Speisen und Getränke an einem „Kutschgrillwagen“ der Gammersbacher Mühle angeboten, ebenso steht natürlich die Gaststätte „Steinhof“ für Speis und Trank zur Verfügung.
Im Bürgerhaus selbst werden die Vereinsfrauen leckeren Kuchen und Kaffee anbieten, sodass die Besucher ihre sonntägliche Kaffeezeit genießen können.

Der zeitliche Ablauf im Überblick:

11:00 Eröffnung d. Veranstaltung durch Bürgermeister Weigt und den 1. Vorsitzenden des HBV Reinhold Wilmes
11:00 Öffnung der Geschichtlichen Ausstellung im Bürgerhaus
11:15 Vorstellung der einzelnen Kutschen u. deren Besitzer
12:00 Beginn der Kutschfahrten
15:00 Podiumsdiskussion über den Erhalt der Burgruine Bernsau
16:00 Ende des offiziellen Teiles der Veranstaltung

Kommen Sie, bringen Sie Ihre Kinder mit - es lohnt sich.

März 2014
Overath unter dem Hakenkreuz


Im Rahmen der Veranstaltungen zum 950jährigen Geburtstag der Stadt Overath hat unser Vereinsmitglied Willi Fritzen eine Sonderausstellung über die „tausendjährige Vergangenheit“ Overaths konzipiert und gezeigt.



Die Ausstellung trug den Titel „Overath unter dem Hakenkreuz“ und wurde im Kulturbahnhof Overath ausgestellt. Sie gab anhand von Fotos, Zeitungsartikeln und originalen Objekten einen Einblick in ein lediglich 12-jähriges, aber doch dunkles Kapitel unserer deutschen Geschichte.
Diese zwölf Jahre der nationalsozialistischen Diktatur nehmen sich zwar kurz aus im Vergleich mit der 950jährigen Geschichte unserer Stadt, aber es ist so viel Schreckliches und so viel Unheil geschehen, dass diese Ereignisse bei der geschichtlichen Erinnerung an Deutschland in aller Welt auch heute noch im Vordergrund stehen.
Dass diese dunkle Zeit auch in Overath stattgefunden hat, wollte Willi Fritzen mit seiner Ausstellung deutlich machen.

Die Ausstellung fand statt vom 24. März – 6. April 2014.


6. Mai 2014
HBV schenkt der Stadt eine Geschichtstafel


Am 6. Mai 2014 wurde dem Bürgermeister Heider in Anwesenheit der lokalen Presse ein Historisches Panoptikum übergeben.

Der Vereinsvorsitzende Reinhold Wilmes betonte, dass der Heimat-und Bürgerverein Overath der Stadt und ihren Bürgern zum 950-jährigen Stadtjubiläum mit dieser geschichtlichen Übersicht ein bleibendes Geschenk machen will.

Diese Arbeit unseres Vereinsmitgliedes Eberhardt Dommer macht die örtliche Geschichte auf einem großen Tableau übersichtlich und zeigt auf vereinfachende Weise die Zusammenhänge mit der regionalen und europäischen Geschichte.

Der „Urknall“ der Overather Geschichte ist die Gründungsurkunde der Siegburger Abtei (von 1064), welche die Besitzverhältnisse vor der Übereignung an die Abtei beschreibt:
zwei kurze Sätze in lateinischer Sprache sind die erste schriftliche Erwähnung unserer Stadt, die damals noch Achera hieß. Von diesem Datum führt die Tafel durch die Jahrhunderte und zeigt eine Vielzahl von Ereignissen, die Overath betreffen, z.B. die Schlacht bei Worringen (1288), oder dass 1844 die erste fahrbare 
Feuerwehr angeschafft wurde und 1884 die Eisenbahn im Aggertal in Betrieb ging.
Auch werden die Overather Bürgermeister aufgeführt und als geschichtliche Referenz die bergischen Herrscher und die deutschen Kaiser und Könige.

Auffallend sind die vielen kriegerischen Ereignisse zu Beginn der Neuzeit unter denen die Overather Bevölkerung immer wieder sehr zu leiden hatte.


Bürgermeister Heider bedankte sich für diesen Overather Geschichtsüberblick und würdigte die mühevolle und akribische Arbeit, die er auch der Öffentlichkeit zugänglich machen will.

Nachdem dieses Tableau im April und Mai 2014 in der VR-Bank in Overath zu sehen war, kann es jetzt auch im Overather Rathaus besichtigt und studiert werden.


Overather Geschichten zum 950-Jährigen


Nachfolgend erscheinen einige amüsante und interessante Geschichten aus der Overather Geschichte, die auch im Mitteilungsblatt Overath veröffentlicht wurden.
Diese Serie mit "Geschichten aus der Geschichte" wird bis in den Herbst 2014 fortgesetzt.


KW 21
1849: Wahlbeeinflussung und Klüngelei in Overath
Das Jahr 1848 war ein unruhiges Jahr in Deutschland. Getragen von einer revolutionären Bewegung in ganz Deutschland wollte sich die Gesellschaft in freier Selbstbestimmung einen nationalen Verfassungsstaat und eine bürgerliche Gesellschaft schaffen. Dazu wurde in Frankfurt das „Professorenparlament“ in der Paulskirche berufen.

Obwohl diese deutsche Revolution an der reaktionären Beharrlichkeit Österreichs und Preußens scheiterte, erfolgte doch die Durchsetzung des Verfassungsprinzips, und am 11. November 1849 wurden in Overath Wahlen für die Gemeindeverordneten abgehalten.
Diese verliefen aber nicht so ordnungsgemäß wie von der Regierung vorgeschrieben – Demokratie war eben neu und musste noch geübt werden.

Zwar hatte man in Overath die Vorschriften im Allgemeinen beachtet, aber im Ratsprotokoll vom 28. Nov. 1849 wurde doch vermerkt, dass…“ vor Beginn der Wahl… auf die Aussenseite der Thüre des Wahllokals Namen von Kandidaten hingeschrieben wurden, auf welche die eintretenden Wähler aufmerksam gemacht worden seien, um denselben ihre Stimme zu ertheilen.“

Ein weiterer Fall von Wahlbeeinflussung wird über den Flurschützen (Förster) Arnold Gammersbach berichtet, der „in dem Wahlzimmer herumgegangen sei und, wie es ihm gutschien, die Wähler animiert hätte, diesem oder jenem ihre Stimme zu geben, wodurch sogenannte Klüngelei entstanden wäre.“
Und im Wahllokal der III. Wahlklasse hatte jemand einen Zettel mit den Namen der von ihm favorisierten Kandidaten auf das Innere der Tür des Wahlzimmers angeheftet.

Das ist heute nicht gestattet, und das war es auch damals nicht: das Wahllokal muss ein von Wahlwerbung freier und befriedeter Ort sein und eine geheime Entscheidung des Wählers in einer Wahlkabine ermöglichen.
Im Wahllokal hat der Wahlvorsteher sogar das Hausrecht, er hat für Ruhe und Ordnung zu sorgen.

Wie wenig die Menschen 1849 auf den Wahlvorgang vorbereitet waren, zeigt auch die Wahl des zur ersten Wahlklasse gehörende Peter Wilhelm Spanier zu Höderath, der nicht persönlich wählte, sondern seinen großjährigen Sohn die Stimme für sich abgeben ließ.

Was nun? Die Gemeinderäte fürchteten, die Wahl könne wegen dieser ruchbar gewordenen Unregelmäßigkeiten annulliert werden.
Aber sie zeigten praktischen Verstand, sie überwiesen die Sache an die höhere Behörde (- die Kreisverwaltung in Mülheim) zur Überprüfung – und dann verlief wohl alles im Sande, denn eine Annullierung oder Nachwahl ist nicht aktenkundig geworden.(edo)

KW 23
Ärger mit dem Lölsberger Steg
Ab 1890 geschah in Overath etwas, was nach heutiger Vorstellung eigentlich nicht in die “gute alte Zeit“ passt: der vom Verschönerungsverein gebaute Lölsberger Steg wurde mehrfach mutwillig beschädigt.
Von Bürgermeister Noever erging daraufhin eine Warnung, in der er auf das Strafgesetzbuch hinwies, welches Sachbeschädigung mit bis zu zwei Jahren Gefängnis ahndete. Auch mussten die Lehrer Köhler und Schneider aus Overath die Schüler verwarnen, aber die Täter waren nicht zu ermitteln.
1895 führte der Stellmacher Hürholz eine Reparatur und technische Untersuchung durch und stellte fest, dass die „Brücke baldmöglichst einer größeren Reparatur unterzogen werden müsse, weil die Balken theils vermodert seien…“. Hier darf der geneigte Leser wohl auf versäumte Instandhaltung tippen.
Die Brücke war zu einer viel genutzten Einrichtung geworden und musste Instand gehalten werden. Aber der Verschönerungsverein sah sich als kleiner Verein dazu nicht in der Lage, und der Gemeinderat sperrte sich, die Brücke in das Inventar zu übernehmen.

Nachdem im März 1897 Bürgermeister Jacob Noever an einem Schlaganfall gestorben war, amtierte in Overath jetzt Christian Simons als Bürgermeister. Dieser sah sich ebenfalls genötigt wegen erneuter Beschädigungen mit dem Strafgesetzbuch zu drohen.
Aber er richtete auch an die Bürger die dringende Bitte, auf die Erhaltung der geschaffenen Anlagen bedacht zu sein und ihm die „Frevler unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen“, wobei er die Anonymität der Anzeigenden zusicherte. Dieses wurde in Overath und Marialinden von der Kanzel verkündet – aber auch diese geistliche Amtshilfe blieb ohne Erfolg.
Schließlich bewilligte der Gemeinderat einen kleineren Geldbetrag zur Reparatur der Brücke, aber das genügte dem vorausschauenden Bürgermeister Simons nicht. Er erklärte, dass es mit einer kleinen Reparatur nicht getan sei und meinte, ein ordentlicher eiserner Oberbau müsse geschaffen werden. Dann rief zu einer Sammlungsaktion auf, nicht ohne nochmals mit der polizeilichen Sperrung zu drohen.
Doch die Sammlung erbrachte nicht den erhofften Betrag - nur 400 Mark. Aber Simons ließ nicht locker und bat 1900 in einem weiteren Aufruf „um namhafte Beihülfen, da ich sonst zu meinem lebhaften Bedauern die Brücke sperren muß.“
Doch auch diese Drohung half nicht, die Overather waren zu finanziellen Beiträgen nicht bereit, und die wirklich Interessierten konnten wohl nicht genug aufbringen. Also ließ Simons die Brücke 1901 sperren.
Wiederholt sich die Geschichte? In Overath anscheinend ja: denn im November 2012 – also nach 111 Jahre - musste Bürgermeister Heider den Lölsberger Steg ebenfalls sperren – genau wie auch damals wegen versäumter Instandhaltung und Baufälligkeit.
Die Geschichte von 1900 ging dann so weiter: der Gemeinderat erteilte schließlich den Auftrag zu einer Reparatur und Verlängerung der Brücke, trotz Schulden. Der Overather „Installateur“ Hubert Vogel – das war ein Allround-Schlosser und Schmied – gewann den Auftrag gegen zwei Konkurrenten und erledigte die Arbeiten bis zum Herbst 1902. Betrübliches Ende der Geschichte: die Kosten betrugen schlussendlich mehr als das Doppelte des ursprünglichen Angebotes – auch das passiert heute noch genau so.
Wie wird die aktuelle Lölsberger Steg-Geschichte weitergehen? Ohne die Unterstützung von Bürgern und Sponsoren wird es wohl nicht gehen.(edo)

KW 25
Tumult in einer Kneipe in Landwehr
Im Jahre 1904 verhandelte der Overather Bürgermeister Christian Simons eine Rechtssache wegen ungebührlichen Benehmens, und er tat dieses mit der ihm als Bürgermeister zustehenden Kompetenz.
Man muss dazu wissen, dass Preußen mit der Einführung der Rheinischen Gemeindeordnung von 1845 eine Erweiterung der kommunalen Zuständigkeiten und Mitwirkungsrechte eingeführt hatte, aber die von der Regierung eingesetzten Bürgermeister behielten die Vollzugsgewalt, d.h. sie waren auch Polizeibehörde.


Kraft dieser Vollzugsgewalt lud Bürgermeister Simons zwei Bergleute, einen Ackerer und einen Handelsmann vor, die in der Wirtschaft in Landwehr an einer Rangelei oder Tätlichkeit beteiligt gewesen waren, vielleicht hatten sie auch die Kneipe demoliert.
Jedenfalls waren sie bei der Anhörung im Bürgermeisteramt kleinlaut und gestanden, dass sie sich in der Wirtschaft ungebührlich betragen hätten und baten „…dieserhalb um Verzeihung. Wir sind bereit, einen Betrag dafür an die Armenkasse zu leisten, dessen Höhe dem Herrn Bürgermeister überlassen bleibt. Wir waren angetrunken.“
Was genau vorgefallen war geht aus dem Aktenstück nicht hervor, wohl aber, dass noch weitere Zecher bei dieser Angelegenheit mitgemacht hatten, die sich aber später noch freiwillig meldeten und ebenfalls geständig und zahlungswillig waren.
Um die Sache auf dem kleinen Dienstweg zu beschließen, setzte der Bürgermeister kraft seines Amtes fest, dass die Betroffenen je 10 Mark an den Verschönerungsverein zu zahlen hätten – den Vorläufer des heutigen Heimat- und Bürgervereins Overath. Diese Sühne wurde von den Zechern angenommen und darauf der Polizeidiener Linder mit der Einziehung des Geldes beauftragt.
Die genaue Abrechnung des Polizeidieners liegt im Archiv der Stadt Overath vor, versehen mit einer Notiz, wonach er einem der Geständigen wegen dessen „ärmlichen Verhältnissen“ nur 5 Mark abgenommen hatte.
Dies geschah entgegen der Anweisung des Bürgermeisters, und gerade deshalb zeugt es von der Aufrichtigkeit, der gelebten Menschlichkeit und Autonomie eines bergischen Polizeidieners in preußischen Diensten. (edo)

KW 27
1830 – Keine Ansiedlung von Industrie an der Agger


Die für 1884 geplante Eröffnung der Eisenbahn im Aggertal (von Siegburg nach Ründeroth) war der äußere Anlass für die Gründung des Verschönerungsverein zu Overath. Mit diesem Verein sollten Anstrengungen hinsichtlich der Förderung des Fremdenverkehrs unternommen werden.

Vorausschauende Bürger in Overath sahen die Auswirkungen des neuen Transportmittels Eisenbahn auf das Fuhrgewerbe voraus. Auch die damit verbundenen Wirtschaftszweige wie Schmiede, Seiler, Stellmacher und das Gaststättengewerbe waren betroffen, wirtschaftliche Umbrüche und Not waren vorhersehbar und mussten abgefedert werden. Das war aber wohl nur durch Fremdenverkehr möglich, denn auf eine Ansiedlung von Industrie hatten Rat und Verwaltung in Overath schon lange vorher verzichtet.
Ein Ortsstatut der Gemeinde aus den 1830er Jahren untersagte nämlich die Ansiedlung von jeglicher Industrie in einem 1 km breiten Geländestreifen zu beiden Seiten der Agger (- nach Franz Becher).
In der Zeit der Industrialisierung siedelten sich Fabriken allerdings vorzugsweise an Flüssen an, um das Wasser als Antriebskraft, zur Erzeugung von Strom, zur Kühlung, zum Waschen oder auch zur Entsorgung der Abwässer zu nutzen – und das war durch das Ortsstatut untersagt.

Hier reibt man sich verwundert die Augen und denkt an das Umweltbewusstsein des damaligen Gemeinderates. Aber dieser Schutz des Gewässers hatte mit dem heutigen Umweltbewusstsein nichts zu tun – vielmehr verhielt sich so: Die Overather hatten mit ihrem Statut der Schaffung von Fabriken einen Riegel vorgeschoben mit der Begründung, „dadurch Radikalismus aus dem Volke fernzuhalten“.
Es ist ziemlich sicher, dass damit den sozialen Veränderungen durch eine entstehende Industriearbeiterschaft und der aufkeimenden Idee des Sozialismus entgegengewirkt werden sollte. Unruhen, Streiks und die Auseinandersetzung mit einer sich emanzipierenden Arbeiterschaft waren den konservativen Kräften überall im Lande ein Gräuel. Auch in Overath fürchtete man wohl um die alte Ordnung und verhielt sich konservativ und entsprechend konsequent. Dass dadurch die Möglichkeit für industrielle Arbeitsplätze vergeben wurde, spielte in der damals noch agrarischen Gesellschaft nur eine untergeordnete Rolle – heute undenkbar.
Heute heißt das Schlüsselwort Wachstum, und heute argumentiert der Stadtrat von Overath z.B. bei der Rechtfertigung des geplanten Industriegebietes Ginsterfeld mit Arbeitsplätzen. Und heute bremsen verantwortungsvolle Bürger und wollen vor der Übernahme neuer Schulden, und vor dem Verbrauch von Boden wissen, ob sich diese Unternehmung für die Stadt auch „rechnet“ – man sieht: hier wiederholt sich Geschichte nicht.
Übrigens: Die Baumwollspinnerei Ermen und Engels ist wegen des Overather Ortsstatuts nicht in Overath ansässig geworden (nach F. Becher). Die Fabrik wurde 1837 in Engelskirchen gegründet und war bis 1979 in Betrieb. (edo)

KW 29
Wohin mit dem Overather Bahnhof?


Die Eisenbahn im Aggertal ging auf der Strecke von Siegburg nach Ründeroth 1884 in Betrieb und gab den Menschen etwas, was sie bisher nicht in dem Maße gehabt hatten: Mobilität und einen erweiterten Aktionsradius. Auch war die Lokomotive, diese urgewaltige, stampfende und fauchende Maschine, ein Wunderwerk der Technik, das die Menschen anfänglich faszinierte.

Bei Klef gab es den Gasthof „Zur Erholung“, dessen Biergarten direkt neben den Gleisen lag. Dort konnten die Besucher das Getöse der Bahn, ihren Russgeruch und den zischenden Dampf mit dem Bierglas in der Hand sinnlich erleben.

Aber später – und besonders, nachdem das Frachtaufkommen stieg und immer mehr Züge fuhren, wurde die Bahn auch zur Belastung, besonders für die Anlieger - das ist aus Vilkerath und Osberghausen bekannt geworden. Dort verlief nämlich die Bahn neben der Straße und mitten durch den Ort, manchmal nur wenige Meter von den Häusern entfernt. Angeblich passierten 80-90 Züge pro Tag, und die Erschütterungen waren im Winter bei gefrorenem Boden so stark, „dass die Häuser erzitterten und Gegenstände von den Bänken fielen“. Es wird berichtet, dass Zugtiere scheuten und durchgingen und damit die Sicherheit gefährdeten.


Aus Osberghausen ist eine Eingabe an das Eisenbahnministerium in Berlin bekannt, in der beklagt wird, dass „Fußgänger, insbesondere die Kinder, oft nicht (wissen), wie sie ausweichen (und) flüchten sollen, um den Rädern zu entgehen…“.

Und fast wäre es Overath wohl auch so ergangen, wenn nicht ein einzelner Overather Bürger das verhindert hätte – so geht zumindest die Legende. Der Königliche Sanitätsrat Dr. Josef Bamberg war dieser Mann. Er war der 1. Vorsitz-ende des Verschönerungsvereins in Overath, des Vorläufers des heutigen Heimat- und Bürgervereins, und gehörte zu den Honoratioren der Gemeinde.

Von ihm wird berichtet, dass er den Wunsch der Overather Bürger durchkreuzt habe, die auch ihren Bahnhof gern mitten im Dorf gehabt hätten, also nahe an der Kirche oder neben dem Gasthaus „Steinhof“. Durch seinen Einfluss sei der Bahnhof jedoch in der Nähe seiner Wohnung errichtet worden. So wird es in der einschlägigen Literatur berichtet.
Ob so viel Klüngel mit der preußischen Eisenbahnverwaltung wohl zu machen war? Kaum zu glauben! Eher waren wohl technische Überlegungen ausschlag-gebend: die Hauptstraße war einfach zu eng – besonders an der Stelle der ehemaligen „Bäckerei Hoederath“.

Aus welchen Gründen auch immer – sei es wegen der Bequemlichkeit eines der Overather Honoratioren oder wegen der technischen Einschätzung der Eisenbahnverwaltung – man errichtete den Bahnhof an seiner heutigen Stelle, dort wo mehr Platz für die Ausweichgeleise zur Verfügung stand, wo es auch Erweiterungsmöglichkeit zum Auelgebiet hin gab. Und die Bahnlinie wurde nicht mitten durch den Ort geführt.
Glück für Overath – aber diese Klüngel-Legende ist doch trotzdem nett. (edo)

KW 31
Eine andere Zeit hatte begonnen…
Der Verkehrsverein Overath war schon 50 Jahre alt, als nach 1933 auch für diesen Verein eine andere Zeit begann.
Das geht aus dem Protokoll einer Vorstandssitzung vom Juni 1934 hervor: Da waren „auf vorherige ordnungsgemäße Einladung“ nur der Bürgermeister Bennauer, der Ortsgruppenleiter Jakob Becker und der Schriftführer Jean Moos erschienen.

Die Protokolle geben keinen Aufschluss darüber, warum diese Sitzung boykottiert oder ob passiver Widerstand geleistet wurde. Vielleicht hatte es mit persönlichen Ressentiments zu tun, vielleicht aber wurde die Mitarbeit auch abgelehnt, weil die den Vorstandsmitgliedern vertraute Art der Vereinsarbeit sich durch den tausendjährigen Zeitgeist verändert hatte.

Danach berichtet das Protokollbuch des Vereins nicht über weitere Aktivitäten, bis zum Juli 1936, als der von den NS-Behörden eingesetzte Bürgermeister Hermann Hover nochmals den Versuch unternahm, den Verkehrsverein zu beleben.
Hover, der gleichzeitig Ortsgruppenleiter der NSDAP und Vorsitzender des Verkehrsvereins war, beschied kurzerhand einige Mitglieder des Verkehrsvereins per Berufung in den Vorstand, und zwar per Brief, mit der Bitte um Rückantwort:
„Gelegentlich der … stattgefundenen Vorstandssitzung des Verkehrsvereins sind Sie in den Vorstand des genannten Vereins berufen worden. Ich gebe Ihnen hiervon Kenntnis mit der Bitte um Mitteilung, ob Sie zu dieser Berufung Ihr Einverständnis geben. Gleichzeitig bitte ich die untenstehende Erklärung unterschriftlich vollzogen baldigst nach hier zurückgeben zu wollen“. Der Vorsitzende, Hover (Bürgermeister)
Es wird nicht gesagt, wann und von wem die genannten Mitglieder „berufen“ worden waren, vermutlich von Hover, der den Verein auf diese Weise disziplinieren wollte. Die von Hover verschickten Revers wurden dann zwar allesamt unterschrieben und auch zurückgegeben (- die Originale liegen im Archiv der Stadt Overath), aber die Vereinsarbeit kam trotzdem zum Erliegen, und das Protokollbuch des Verkehrsvereins endet im Juli 1936 ohne weitere Erklärungen dazu und ohne weitere Einträge.
Ohne genaue Kenntnis über die Vorfälle ist zu vermuten, dass der Verein wegen passiven Widerstands seiner Mitglieder die Vereinsarbeit einstellte – vielleicht wurde der Verein aber auch infolge eines Verbots durch die nationalsozialistischen Behörden aufgelöst, ein Schicksal, dem damals viele Vereine zum Opfer gefallen sind.
Da Dokumente und Unterlagen der Gemeinde Overath aus dieser „tausendjährigen“ Zeit nicht vorhanden sind - diese wurden vor dem Ende des Krieges vernichtet – kann das Absterben des Verkehrsvereins nicht endgültig bewertet werden.
Erst im Jahre 1947 wurde die Vereinsarbeit wieder aufgenommen.(edo)

KW 33
Die Overather Kirmes
In Overath findet die jährliche Kirmes im August statt.
Alte Overather behaupten, dass das „schon immer“ so war – und glauben fest daran. Aber das verhält sich anders, denn erst mit Ratsbeschluss vom 11. Nov. 1869 wurde dieser Termin festgelegt - jawohl, am Elften im Elften, aber der Karneval war da wohl nicht im Spiel, eher nüchterne Überlegung.

In früheren Jahrhunderten kam dem Markt eine hohe Bedeutung zu, er diente der Versorgung mit Gebrauchsgegenständen und dem Handel mit Lebensmitteln und Vieh. Markttage wurden landesherrlich festgesetzt und gestattet.
Der Markttag wurde natürlich dann abgehalten, wenn es im natürlichen Ablauf der Landwirtschaft günstig war, also nachdem die Ernte eingebracht worden war und vor dem Beginn der Winterzeit.
Im Rheinland und auch in Overath war das - nach dem damaligen Heiligenkalender - am Sonntag, Montag und Dienstag vor „Simon und Judas“.

Nach der Heiligenerzählung der katholischen Kirche für die Bistümer des deutschen Sprachgebietes sollen diese beiden Apostel der Legende nach in Ägypten und in Mesopotamien das Evangelium verkündet haben, dann seien sie gemeinsam nach Persien gegangen und hätten dort das Martyrium erlitten: Simon starb, indem er mit einer Säge zerteilt wurde, Judas wurde mit einer Keule erschlagen. Diese Mordwerkzeuge werden auf künstlerischen Darstellungen mit den Aposteln gezeigt, woran sie zu erkennen sind.
Der heutige Heiligentag stammt aus Gallien und wurde in den Römischen Kalender aufgenommen – man sieht daran, dass es ein sehr alter Gedenktag ist. Er wird am 28. Oktober gefeiert.

Im Jahre 1600 fiel der 28. Oktober auf einen Samstag, deshalb fand der Markt in Overath vom 22. bis 24. Oktober statt und z.B. im Jahre 1800 vom 26. bis zum 28. Oktober.

Nun sind Ende Oktober die Tage schon kurz und auch das herbstliche Wetter ist einem Markt nicht immer förderlich, wie einige alte Bauernregeln bestätigen, die sich auf Simon und Judas beziehen:
„Simon und Judas, die zwei, führen oft den Schnee herbei“, oder auch:
„Wenn Simon und Judas zu uns wandeln, dann wollen sie mit dem Winter verhandeln.“

Nun, die Overather lebten seit dem Mittelalter mit dieser kalendarischen Festsetzung für den Markt – bis sich die Gewerbetreibenden, nicht die Bauern, über schlechtes Wetter und die „einhergehende Benachteiligung“ beschwerten.

Und der Overather Rat wusste wie immer Rat.
Weil ja auch damals schon der Rubel rollen sollte, wurde - wie aus der Niederschrift der Ratssitzung vom 11.11.1869 ersichtlich ist - unter dem Thema „Abhaltung von freien Märkten für die bäuerliche Bevölkerung, Kaufleute und Handwerker“ der Markt kurzerhand auf das zweite Wochenende im August verlegt.
Und heute ist daraus die Overather Kirmes geworden. (edo)


KW 35
Erziehung, Schulgeld und soziale Gerechtigkeit Anno 1846
Nach den Vorschriften der Schulordnung für die Preußischen Rheinlande waren Eltern gehalten ihre Kinder zur Schule zu schicken, unter Androhung von Zwangsmitteln. So lobenswert dieser Ansatz zur Alphabetisierung und allgemeinen Bildung auch war, er nahm keine Rücksicht darauf, ob die Eltern das Schulgeld bezahlen konnten.

Diesen Umstand nahm der sonst viel gescholtene Bürgermeister Burrus im Oktober 1846 zum Anlass, dem Gemeinderat eine Besserung dieser Situation zu empfehlen und zur Abstimmung vorzulegen.
Er begründete etwas schwerfällig, dass „seitens der Behörde …die Bestrafung der Schulversäumnisse strenge anempfohlen sei, wodurch dem Familienvater der freie Wille benommen sei….und er zur Zahlung des Schulgeldes gezwungen sei, obgleich er mit der Ernährung seiner Kinder zu kämpfen habe….und dies daher als eine zusätzliche Steuer anzusehen sei.“

Und dann bringt er in seinen Ausführungen einen erstaunlichen Ansatz zum sozialen Ausgleich:
„Es ist auch nicht anzunehmen, daß einem Familienvater der Genuß der Früchte der seinen Kindern durch den …. Schulzwang zugeflossene Unterricht und der Bildung zu Theil wird, denn sobald die Kinder der Schule entlassen sind, müßen solche bei den bestbemittelten und selbst kinderlosen Bewohnern ein Unterkommen suchen, die dann die Früchte der Bildung und des Unterrichtes genießen; es erscheint daher auch dem Recht und der Billigkeit angemessen, daß Letztere für die ihnen zufließenden Vortheile einen verhältnißmäßigen Beitrag zur Bildung der Schuljugend leisten.“

Ja, hallo - das bedeutete nichts anderes, als dass auch die Wohlsituierten und Kinderlosen einen Teil des Schulgeldes zahlen sollten, da sie von den ausgebildeten Kindern bei deren Anstellung einen Nutzen haben würden.

Bürgermeister Burrus kommt in der Overather kollektiven Erinnerung eigentlich schlecht weg, was wohl in seiner Person und seinem Verhalten gegenüber dem Rat begründet liegt. Aber mit diesem erstaunlichen Vorschlag preschte er auf dem sozialen Gebiet weit vor und man darf rätseln, warum er das tat. Hatte ihn der Geist der 1848er Revolution ergriffen, die neben der Demokratie auch für Freiheit und Gleichheit stand?
Jedenfalls begründete er seinen Vorschlag gegenüber dem Rat so: „…um die wenig bemittelte Klasse nicht ferner zu unterdrücken und deren gänzliche Verarmung herbeizuführen, wobei nicht außer Acht zu laßen, daß die Zahl der merklich armen schulpflichtigen Kinder immer mehr und mehr steigt und sich gegenwärtig über 200 beläuft…“

Dann brachte er noch vor, das Schulgeld nicht zu erhöhen und die Lehrer aus den Steuereinnahmen zu bezahlen.
Aber das ging dem Gemeinderat dann doch zu weit und er beschied, dass… „es bei der bisherigen … Besoldung der Lehrer sein Bewenden behalten solle…“.

Und dann beschloss der Rat, dass der weniger bemittelten Klasse eine Erleichterung zu gewähren sei. Deshalb sollten die armen Einwohner alljährlich vom Gemeinderat benannt werden, die dann einen Nachlass von ein Drittel, zwei Drittel oder des ganzen Schulgeldes erhielten. Dieser Nachlaß sollte aus dem Steueraufkommen aufgebracht werden.

Das war eine beachtliche und geradezu moderne Entscheidung des Gemeinderates, und der Bürgermeister Burrus taucht einmal in ganz anderem Lichte auf.(edo)


 © E. Dommer

 

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